Mittwoch, 2. Februar 2011

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit


Weil es gerade sehr hip ist, diesen Link bei FB oder im Blog einzustellen, tue ich es auch und denke an den guten alten Walter Benjamin und die Aura.

Hier gibt es also einen alten und immer noch aktuellen Text zum Nachdenken und zwar gleich in mehreren Sprachen:

http://walterbenjamin.ominiverdi.org/

Ersetzt der virtuelle Museumsrundgang den echten Museumsbesuch?
Ich freue mich sehr über Kommentare zu diesem Google-Projekt, da ich selbst noch sehr gespalten bin.

Kommentare:

  1. Ich finde es großartig, über das Google Art Project die spezielle Art einer Pinselführung, Farbgebung oder andere Details nicht mehr nur behaupten, sondern auch zeigen zu können, dabei so weit ans Bild heranzuzoomen wie es kein Museumspersonal der Welt erlaubte.

    Aber nein: natürlich ersetzt das nicht den echten Museumsbesuch. Der Wow!-Effekt, den auch Schüler verspüren, wenn sie die ihnen als Abbildung ausreichend bekannte Nachtwache dann mal in Amsterdam im großen Original sehen, ist durch nichts zu ersetzen.

    Daher: »Noch bei der höchstvollendeten Reproduktion fällt eines aus: das Hier und Jetzt des Kunstwerks – sein einmaliges Dasein an dem Orte, an dem es sich befindet.« [Benjamin, ebd.] Anders als Benjamin dann aber ausführt, erlebe ich (nicht nur bei mir) den Fortbestand der von ihm beschriebenen Aura über alle Reproduktionen hinweg, die eben doch nur sind, was sie sind.

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  2. Ein großes Problem, was ich immer wieder erlebe ist die Farbigkeit. Allein zwischen Computer und Beamer bzw. Smart-Board ist der Unterschied groß. Wer garantiert mir, dass mein PC die "echten" Farben wiedergibt? Woher weiß ich überhaupt, dass die Qualität der Internetreproduktion dem Original gerecht wird. Ähnlich verhält es sich mit diversen Drucken.
    Andererseits freue ich mich schon sehr, mich mit Hilfe von Google auf den Museumsbesuch für die kommende Studienfahrt vorzubereiten.

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